Deutschland. Land der Dichter und Denker. Des guten Bieres. Des Fußballs. Und natürlich: der Bürokratie. 😄
Aus „Lass uns besondere Flammkuchen- und Weinerlebnisse schaffen“ wurde deshalb ziemlich schnell:
Gewerbeanmeldung. Gesundheitszeugnis. Reisegewerbekarte. Anhängerführerschein. Verpackungsregister. TSE. Berufsgenossenschaft. Versicherungen. Finanzamt. Und, und, und.
Haben wir das unterschätzt? Definitiv. Und obwohl wir wussten, dass mit einer Gründung jede Menge Papierkram auf uns zukommen würde, waren wir darauf irgendwie trotzdem nicht vorbereitet. Stundenlange Suche nach dem richtigen Formular. Dokumente in feinstem Bürokratendeutsch. Die Frage, welche Behörde eigentlich wofür zuständig ist. Und Wartezeiten, bei denen man zwischendurch fast vergessen könnte, was man ursprünglich beantragt hat. Und zu allem Überfluss kommen auch noch die ganzen Unterlagen die man benötigt: Führungszeugnis, Infektionsschutzbelehrung, Auszug aus dem Gewerbezentralregister. Dokumente von Behörden von denen wir noch nie gehört haben.
Dieser Beitrag ist übrigens ausdrücklich keine Gründungsberatung. Wir haben selbst oft genug keine Ahnung, was wir da gerade tun. 😄 Wir nehmen euch einfach mit auf unseren Weg.
Und wie geht es jetzt weiter?
Eigentlich ganz einfach: einen Schritt nach dem anderen. Die GbR ist gegründet. Die Reisegewerbekarte beantragt. Der Trailer bestellt. Der Termin beim Steuerberater hätte rückblickend vielleicht ein kleines bisschen früher stattfinden dürfen. Aber Stück für Stück kommen wir der Sache näher.
Haben wir schon alles erledigt? Sicher nicht. Sind wir gut vorbereitet? Vermutlich besser als manch andere – aber ganz sicher nicht perfekt. Werden wir irgendwann feststellen, dass wir etwas völlig vergessen haben? Davon gehen wir ziemlich fest aus. 😄
Aber vielleicht gehört genau das auch dazu. Wir haben irgendwann verstanden, dass wir nicht warten können, bis jede Frage beantwortet, jedes Formular ausgefüllt und jede Eventualität durchgeplant ist. Irgendwann muss man anfangen. Und dann weitermachen, wenn es kompliziert wird. Nachfragen, wenn man etwas nicht versteht. Hilfe annehmen, wenn man sie braucht. Fehler machen, daraus lernen und den nächsten Punkt von der vermutlich niemals endenden To-do-Liste streichen.
Denn zwischen all den Formularen, Anträgen und Behördenterminen passiert gerade etwas ziemlich Großartiges: Aus unserer verrückten Idee wird Stück für Stück wirklich Flavino.
Und dafür nehmen wir sogar ein bisschen Bürokratie in Kauf. 😉
